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Erste sichert weiteren Dreier

VfL Lichtenau – SV Geseke III 2:1 (0:1)

Aufstellung: Christoph Ernst – Michael Leifeld, Fabian Höschen, Florian Bürger, Robin Strickling – Jan-Niklas Bentfeld, Falko Backhaus, Michael Berger, Ussame Jawad, Jonas Scholle – Tobias Scholle

Eingewechselt: Sascha Rehermann, Eliko Peruand, Niklas Glahn

Am gestrigen Donnerstag stand das wohl letzte Spiel gegen eine Mannschaft aus Geseke für den VfL an. Die Geseker wechseln im nächsten Jahr in den Sportkreis Lippstadt und sollten von Lichtenau noch einmal standesgemäß in die neue Heimat geschickt werden. So war zumindest der Plan.

Das Spiel begann für uns auch potentiell perfekt, als wir mit einem gut getimten Schnittstellenpass von Michael Berger die erste Riesenchance durch Tobi Scholle nach wenigen Sekunden verzeichnen konnten. Der Torwart konnte den Schuss aber parieren, mit einem weiten Ball den Konter einleiten und der gegnerische Toptorjäger schockte uns bereits nach drei Minuten. Ohne den Ball wirklich anzunehmen, blickte er kurz hoch und zirkelte ihn aus 25 Metern mit einem herrlichen Heber über den chancenlosen Christoph ins Eck. Dies war direkt der erste Schock für uns und weitere sollten nicht lange auf sich warten lassen.

Nach etwas mehr als zehn Minuten konnte Tobi seinen Gegenspieler stehen lassen und in den Sechzehner ziehen, wo er nur noch per Foul gestoppt werden konnte. Den fälligen Elfmeter vergab der sonst so sichere Ussi leider mit einem zu unplatzierten Schuss. Um die Nackenschläge perfekt zu machen, musste dann auch noch Christoph Ernst das Tor verlassen und mit Michael Berger ein Feldspieler seinen Platz einnehmen. Nach guten 20 Minuten gab es eigentlich nicht viel, was in diesem Spiel noch für uns sprach. Eigentlich. Zum einen machte Michael seine Sache sehr gut und konnte viel Sicherheit ausstrahlen und zum anderen ackerten wir uns immer besser in die Partie. Die Gegner setzten uns zwar mit einem sehr laufintensiven Pressing früh in der eigenen Hälfte zu, wurden aber zunehmend passiver. Wir selbst konnten das noch nicht für gute Chancen nutzen, auch wenn sich Jonas zweimal sehr stark auf der linken Seite durchtanken konnte und die Flanke schlug, fand sie letztlich keinen Abnehmer. Die Mannschaft aus Geseke hatte anschließend noch einmal die größte Chance des Spiels, als nach einem unübersichtlichen Gewühl im Anschluss an eine Ecke gleich zig Abschlüsse Richtung Tor flogen und Michael bereits geschlagen am Boden lag. Mit vereinten Kräften, etwas Glück und Einsatz konnten wir aber sämtliche Bälle blocken und den Spielstand bei 0:1 halten.

Nach der Halbzeit brachten wir dann Niklas Glahn ins Spiel und wollten bessere Chancen erspielen, um das Ding noch zu drehen. Wir waren in der zweiten Halbzeit auch die klar feldüberlegene Mannschaft, während sich Geseke vor allem auf Konter verlassen wollte. Zwingende Chancen sprangen zwar zu selten heraus, aber wir arbeiteten uns immer besser ins Spiel und ließen wenig zu. Die dickste Gelegenheit gab es nach etwas mehr als 60 Minuten, als Ussi einen Querpass direkt abschließen konnte, der Ball aber noch von der Linie gekratzt wurde. Irgendwie wollte die Kugel wohl heute nicht rein, so zumindest der Eindruck bis zur 75. Minute. Hier war es endlich soweit: Der sehr aktive Eliko Peruand stand per Kopf an der richtigen Stelle und nickte eine scharfe Flanke aus wenigen Metern ins Tor. Der umjubelte und zu diesem Zeitpunkt verdiente Ausgleich gab uns weiteren Auftrieb. Wir spielten klar auf Sieg und brachten nun noch Sascha Rehermann auf dem Flügel. Fast hätte sich diese Einwechslung postwendend bezahlt gemacht: Nach einem ganz langen Sprint über rechts lief er in eine Hereingabe von Jonas, war aber einen Zentimeter zu kurz, um den Ball mit dem langen Bein reinzudrücken. Dennoch war es wenig später doch noch Zeit für das entscheidende Tor in der 88. Minute: Tobias Scholle mit dem Abschluss aus wenigen Metern, der Gegner wirft sich rein, der Ball ist abgefälscht und trotzdem drin. Der Schiedsrichter ließ weiterspielen, auch wenn die meisten wohl angesichts des klaren Treffers schon abgeschaltet hatten. Letztlich sorgte Eliko dann mit einem harten Schuss per Abstauber für klare Verhältnisse und für den Siegtreffer. Wir brachten das Spiel dann relativ problemlos über die Zeit.

Ein emotionales, hart umkämpftes und jederzeit ansehnliches Spiel ging somit trotz widriger Umstände an den VfL! Am Sonntag geht es dann zum Auswärtsspiel und gleichzeitig zum kleinen Derby gegen die Reserve des SV Atteln. Der Anstoß erfolgt bereits um 11:30 Uhr am dortigen Sportplatz.

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